16. Woche: Sebastian Dickhaut – @meersuppe

18. bis 25. Juni

Kurzbio:

Fotocredit: Oliver Seidel

Fotocredit: Oliver Seidel

Diese Woche wird eine kulinarische Woche und mit Sebastian Dickhaut greift ein zugereister Münchner in die Tasten, von dem die meisten sicher das eine oder andere Kochbuch in der Küche stehen haben. Als gelernter Koch und ausgebildeter Journalist kennt er in seiner Umtriebigkeit kaum eine Grenze: Neben seiner Autorentätigkeit betreibt er eine kulinarische Koch- und Filmwerkstatt, rettet das Mittagessen, schafft Küchengötter und erklärt der Re:publica die Welt der Foodblogs. So beherrscht er auch die feine Klinge der 140 Zeichen und erklärt hoffentlich auch die Herkunft seines Alias @meersuppe.

Was verbindet Dich mit München? Bist Du Münchner Kindl oder Zuagroast?

Als Koch wollte ich immer nach München. Wirtshäuser und Witzigmann, Ihr wisst schon. Nun bin ich seit zwanzig Jahren als Food-Autor hier (mit Unterbrechung in Sydney, aber das versteht man hier), und kann mir dafür keinen besseren Platz vorstellen. Ich schätze die Selbstverständlichkeit im Genießen und Ertragen hier, von Klein bis Groß, von Arm bis Reich, von morgens bis abends. Ohne viele Worte zu verlieren, sondern lieber Taten sprechen zu lassen – oder einfach auch mal nix zu tun und zu sagen. Überrascht hat mich der Trieb, die Natur zu erobern und „seine Grenzen kennen zu lernen“, also am Wochenende die Berge raufzukraxeln oder runter zufahren, die Flüsse zu bepaddeln, den Ring abzuskaten. Ich schau da lieber zu und in die Landschaft, gerne bei einem guten Essen.

Welchen Stadtteil magst Du am liebsten und warum?

Schon Untergiesing, wo ich die letzten fünf Jahre gelebt habe und mein Kochbüro immer noch ist, nach fünf Jahren in Haidhausen. Dort ist es auch prima, aber hier weiter unten im Süden mag ich diese Mischung, sehr alteingesessen münchnerisch auf der einen Seite, sehr neugierig und kreativ auf der anderen Seite. Dass da viele schimpfen, dass es bald wie am Glockenbach oder Gärtnerplatz wird (wo es ja nicht soooo schlecht ist), ist auch sehr Münchnerisch – das Schimpfen wie das Werden. Aber nach Feierabend die Untere Weide runter an die Isar zu gehen und mit einem Giesinger Bräu auf den Steinstufen in der letzten Sonne zu sitzen – da wird doch alles wieder gut.

Was sind Deine ultimativen Münchentipps?

Frühschwimmen im Schyrenbad (bitte macht’s endlich um sieben auf!), Frühstück daheim (besser für alle), Zeitung und Espresso vorm Planet Sun an der Humboldtstraße (was man da erleben kann), Mittagessen am Viktualienmarkt (Menschen und Essen aus aller Welt, an Extro-Tagen  im Biergarten, an Intro-Tagen hinten im Suppenkücheneck, an Festtagen im Pschorr), Espresso im Espresso am Markt, Kaffee und Kuchen beim Bäcker Schmidt in der Weißenburger, Tomatenkaufen beim Gemüse Wagner gleich nebenan, Wein holen beim Grenzgänger, und dann Dolce Vita Picknick im Rosengarten.

Welcher Twitterer sollte hier noch unbedingt mitmachen?

@missesdelicious, weil sie auf ihrem Blog deliciousdays.com zwar der ganzen Welt von München aus wunderbar zum Genießen verführt, aber da nur sporadisch vom guten Leben in selbst München erzählen kann – und da kann sie eine Menge erzählen.

@kaltmamsell, weil ich ohne sie gar nicht twittern würde und weil ich ihren Blick in die Welt, auf die Stadt und auch aufs Essen sehr mag – und weil sie grad Zeit hat.

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Ein Gedanke zu „16. Woche: Sebastian Dickhaut – @meersuppe

  1. Pingback: Wer twittert, hat mehr von mir ODER Meine Woche @MunichlovesU | rettet das mittagessen

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