37. Woche – Béla Varga @netzzwerg

Foto: Béla Varga

Wer bist du und was machst du?
Grias eich beinand, mein Name ist Béla Varga. Der Name kommt aus Ungarn und ich ursprünglich auch. Nun nicht ganz, denn geboren wurde ich im schönen Thüringer Wald und die zweite Hälfte meiner Kindheit hab ich im tiefsten bayerischen Wald verbracht. Nach meinen Studium an der Ostsee bin ich nach München gekommen.

Ich arbeite als Software Entwickler bei CHIP Online und baue Webanwendungen. Verbringe gerne viel Zeit im Internet. Kann aber auch ganz gut ohne und manchmal bin auch ganz altmodisch.

Neben meiner Arbeit organisiere ich seit 2 Jahren die MunichJS – JavaScript User Group. Mit Freunden hab ich letztes Jahr mag.js – das erste deutschsprachige JavaScript Magazin ins Leben gerufen. Mit meinem neuesten Projekt hab ich mir einen persönlichen Wunsch erfüllt und hab das CoderDojo Munich gegründet. Ein Team aus mehreren Mentoren zeigt Jugendlichen den kreativen Umgang mit den digitalen Medien.

Was verbindet dich mit München? Bist du Münchner Kindl oder Zuagroaster?
Ich bin seit 5 Jahren Münchner, aber im Herzen schon länger. Mein Vater hat vor fast 30 Jahren als Gastarbeiter bei BMW in München gearbeitet. Er hat mir oft von München erzählt und jetzt wohne ich selber hier. Ich mag die Bayern, obwohl die Zeit im bayerischen Wald nicht einfach war. Aber München ist wie bekannt nicht gleich Bayern.

Ich genieße die gemäßigte Geschwindigkeit der Stadt. Die bayerische Gemütlichkeit. München ist wie ein großes Dorf und trotzdem hat man alle Möglichkeiten und Annehmlichkeiten einer Großstadt. Diesen Charme wird die Stadt wohl auch noch lange behalten, denn es dürfen dank einem Bürgerentscheid keine Gebäude im Zentrumsnähe gebaut werden die größer sind als die 99 Meter hohen Türme der Frauenkirche.

Foto: Béla Varga

Welchen Stadtteil magst du am Liebsten und warum?
München ist ein Dorf. Besser gesagt viele zusammengewachsene Dörfer. Somit hat jedes Stadtteil seinen eigenen, besonderen Reiz. Ich bin meistens in der Isarvorstadt, am Gärtnerplatz und im Glockenbach Viertel unterwegs. Mag aber auch Schwabing und Haidhausen sehr gerne. Mein Zuhause ist Berg am Laim, mein kleines Arbeiterviertel wo man kein FC-Bayern Fan sein sollte.
Was sind deine ultimativen München-Tipps?
Im Sommer ein Picknick im Englischen Garten und unbedingt die Eisbachsurfer anschauen. Abends dann zum Grillen an die Isar, am besten am Flaucher. Auf dem Sommer Tollwood ein Konzert besuchen und zur Stärkung einen ungarischen Lángos essen.

Das perfekte Abendprogramm für Paare, ist der Besuch einer der vielen Open Air Kinos wie Kino, Mond & Sterne im Westpark. Oder das große Feuerwerk im Olympiapark beim Sommernachtstraum. Alternativ zwei Bier beim einzigen “Späti” in München am Reichenbach Kiosk an der Isar besorgen und dann zum Gärtnerplatz spazieren.

Den besten Burger der Stadt bekommt man beim Hans im Glück oder bei m.c. mueller in der Müllerstrasse. Eine sehr skurrile kulinarische Spezialität ist das Grillfleischsandwich mit Bosnawurst und der Jahrhundertsoße beim Würstlkönig in der Lindwurmstrasse.

Die beste Currywurst im Ruhrpott Style bekommt man – auch noch zur später Stunde – beim Bergwolf im Glockenbachviertel. Wer es eher etwas gemütlicher mag, bekommt in der gleichen Straße bei der Guten Nacht Wurst, Currywurst mit hausgemachten Soßen. Dazu laufen im Lokal Fail-Videos in Endlosschleife.

Für Freunde der gepflegten Live Musik kann ich die Lange Nacht der Musik empfehlen. Ein Geheimtipp ist die Hörprobe im Ampere (http://www.muffatwerk.de/de/) wo man am Donnerstag Abend kostenlos gleich drei Newcomer Künstler erleben kann.

Für Menschen die echte Nerds sehen wollen, die über Themen wie das Paarungsverhalten von Stadtbienen oder die Kunst des Bierbrauens referieren, ist der Besuch einer Nerdnite absolutes Pflichtprogramm. Die Internetaffinen unter euch sei der Besuch eines Barcamps, Webmontags oder ein Twittagessen ans Herz gelegt.

Wer waschechte Münchner Subkultur sucht wird bei den Veranstaltungen rund um Zehra Spindler fündig. Unter den Namen München852 hat sie Projekte wie Puerto Giesing und Art Babel initiiert.

Und last but not least verbringt ein echter Münchner seine Freizeit in einem Biergarten. Bringt aber die Brotzeit und auch die passende karierte Tischdecke natürlich selber mit.  Das kleinste und auch geheimste Biergarten in München ist der Arkadengarten beim Augustiner in der Fußgängerzone. Viel Spaß beim Suchen. Es lohnt sich.

Welcher Twitterer sollte deiner Meinung nach unbedingt bei Munich Loves U mitmachen und warum?
Jemand der München so gut kennt, dass sie oder er mir sagen kann wo sich der Hinterhof mit der kleinen Schreinerwerkstatt von Meister Eder und Pumuckl befindet.
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