39. Woche – Michel @Zakary__X

Foto: @Zakary__X

1. Wer bist du und was machst du?

Meine Freunde nennen mich Michel. Ich bin 28 Jahre alt und verdiene mein Geld in der Gastronomie. Genauer gesagt koche ich mit viel Liebe Kaffee für Journalisten im Hauptquartier eines Münchner Zeitungsverlags. Falls einer davon mitliest: Hallo Kundschaft!
Nebenbei stehe ich auch des Öfteren hinter der ein oder anderen Bar. Meistens ist es die Kaltgetränkeausgabestelle der Afterworkttram, die seit mittlerweile acht Jahren durch München rollt.
Etwas Anständiges habe ich natürlich auch gelernt: In einem alteingesessenen Traditionsbetrieb durfte ich das Konditorenhandwerk erlernen. Dieses hing ich relativ schnell wieder an den Nagel, da man mich getrost als Morgenmuffel bezeichnen kann. Das werdet ihr im Laufe der Woche noch am eigenen Leib erleben.

2. Was verbindet dich mit München? Bist du Münchner Kindl oder zuagroast?

Mit München verbindet mich die Liebe. Die Liebe zur Stadt. München, die Großstadt die im Herzen immer noch ein Dorf geblieben ist. München, die hübsche junge Frau die hinter den Fassaden doch eine alte Dame ist, die viel erlebt und viel zu erzählen hat. Man muss sich nur die Zeit nehmen ihren Geschichten zu lauschen.
München kann alles außer billig. Aber ehrlich gesagt ist es jeder Cent wert, den wir hier vielleicht zu viel bezahlen. Nirgends lebt es sich so schön wie hier. Und haben wir doch einmal genug von dieser Stadt, was bekanntlich in den besten Beziehungen vorkommt, steigen wir einfach in die S-Bahn und sind in kürzester Zeit draußen. Draußen im wunderschönen Bayern.
Ihr habt es vielleicht schon erraten. Ich bin Münchner mit Leib und Seele. Wobei ich mich, streng genommen, nicht so bezeichnen darf, da ich zur ersten Generation in meiner Familie gehöre, der hier geboren wurde und zwar direkt im Herzen von München, nur einen Steinwurf vom Königsplatz entfernt.

3. Welchen Stadtteil magst du am Liebsten, warum?

Der Stadteil der mir an meisten ans Herz gewachsen ist ist eindeutig die Maxvorstadt. Hier wurde ich geboren, hier ging zur Schule, hier rutschte ich mit einer Plastiktüte unter meinen Hintern das Maßmannbergl hinunter. Sogar die erste Liebe wohnte hier. Vielleicht sind es all diese Erinnerungen, die mich seit knapp 30 Jahren hier halten. Und sollte es mich dann doch mal reizen dieses Viertel zu verlassen, trifft man mich am ehesten im Westend oder dem Glockenbachviertel. Die einzig würdigen Ersatzbefriedigungen für mich. Das Westend wegen seines Charmes: Alte Häuser, nette Menschen und Boazn (Boazn, die; auf Hochdeutsch: Kneipe), die ihres gleichen suchen. Das Glockenbachviertel, weil es dort immer etwas zu entdecken gibt. Die Bars, Cafes, Läden und Menschen dort unterziehen sich einem ständigen Wandel.

Foto: @Zakary__X

4. Was sind deine ultimativen München-Tipps?

Im Sommer abends auf den Treppen am Königsplatz sitzen und mit einen Bier im Arm das Treiben beobachten.
Während des Tollwoods auf dem Olympiaberg gehen und den Konzerten lauschen. Die interessanteren Leute trifft man auf den Gipfel und nicht im Tal, das gilt übrigens für das komplette Bayernland.
Sonntags nach einen ausgedehnten Frühstück im Lieblingscafé durch die Pinakotheken ziehen und sich danach mit einen Eis von Balla Beni belohnen, auch wenn man mal 20 Minuten dafür in der Schlange stehen muss, es lohnt sich.
Eine Schneeballschlacht auf der Theresienwiese sollte auch jeder mal erlebt haben. Denn die Theresienwiese ist nicht nur für den Bierkonsum geschaffen worden.
Der Friedensengel ist in milden Nächten auch immer einen Besuch wert. Irgendetwas das ich nicht genau beschreiben kann liegt dort in der Luft.
Im Hirschgarten Rehe füttern und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Den Biergarten sollte man an Wochenenden allerdings wegen Überfüllung meiden.
Im Winter ist der Christkindlmarkt am Rotkreuzplatz immer einen Besuch wert. Klein und gemütlich.
Zum Schluß der wichtigste Tipp überhaupt: einfach mal die Siebenmeilenstiefel anziehen, durch die Stadt streifen und sie für sich entdecken.

5. Welcher Twitterer sollte deiner Meinung nach unbedingt bei MunichLovesU mitmachen, warum?

Da meines Wissens nach schon alle Wochen besetzt sind stimmt es mich traurig dass wir wohl nicht mehr in den Genuß kommen werden meine Vorschläge bei #mucly erleben zu dürfen. Aber vielleicht hat der Twittergott ein einsehen und sorgt dafür, dass das Dreamteam @Emillota und @sdeandl erleben dürfen. Außerdem fände ich einen alteingesessenen Müncher schön, der die „gute, alte Zeit“ erlebt hat und uns Geschichten aus der wilden Schickeria Zeit erzählt.

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