44. Woche – Annette Wiedemann @annettewied

Foto: Annette Wiedemann

Foto: Annette Wiedemann

Wer bist du und was machst du?
Ich bin Annette Wiedemann, bayerische Schwäbin und seit beinahe 12 Jahren (OH-MEIN-GOTT!!!) mit Leib und Seele PR-Beraterin – auf Agenturseite. Seit kurzem hab ich sogar wieder Kollegen. Das mit den Selbstgesprächen muss ich mir jetzt wohl wieder abgewöhnen… Aber die Arbeit ist ja nur das halbe Leben. In der anderen Hälfte hab ich viel zu wenig Zeit für all die schönen Dinge…Wandern, Cafébesuche, Schaufenstershoppen, Lesen, Fotografieren, Brettspiele spielen (und ich bekenne mich öffentlich dazu!) und nicht zu vergessen Kochen. @Siktwin wartet noch auf einen Beitrag zu ihrem Foodblog.

Was verbindet dich mit München? Bist du Münchner Kindl oder Zuagroaster?
Wie gesagt, ich bin bayerische Schwäbin oder anders gesagt, Allgäuerin. München kenne ich seit meiner frühesten Kindheit von unzähligen Zoobesuchen und Einstiegen in die Tiefen des Bergwerks im Deutschen Museum. Es gibt nichts schöneres als die Aufregung, was sich wohl im Halbschatten hinter der nächsten Ecke verbirgt. Langfristig wollte ich schon immer in München landen trotz all der Ausflüge in die große weite Welt. Dass es so schnell klappen würde, hätte ich mir auch nicht träumen lassen – es sind mittlerweile fast 10 Jahre! Anfangs dachte ich ja, dass ich nach drei, vier Jahren nochmal in eine andere Stadt umziehen würde – so lange man noch jung und ungebunden ist. Aber München hat mich dann nicht mehr losgelassen und ich freue mich bei jeder kleinen und großen Reise, wieder heim in diese wunderbare Stadt zu kommen.

Welchen Stadtteil magst du am Liebsten und warum?
Haidhausen oder Glockenbach wären wohl eine typische Antwort – aber ich mache mich mal für Sendling stark, einen Stadtteil, den die meisten Münchner langweilig finden. Aber für ein Landkind ist Sendling-Westpark der perfekte Wohnort – für innerhalb des Mittleren Rings eher „dünn“ besiedelt, grün, viele Gärten, und nicht zu vergessen der Westpark und der direkte Weg nach Garmisch und die allgäuer Heimat – und trotzdem ist man in 8 Minuten am Marienplatz…und in 30 Minuten vom Oktoberfest zu Fuß nach Hause gewankt. Untersendling brauche ich vermutlich niemandem anzupreisen (und wenn doch: nette Cafés, leckere Restaurants, nette Läden, schöne Altbauten inkl. Gentrifizierungsproblematik), mit Obersendling hab auch ich so meine Probleme…Aber bald werde ich die Maxvorstadt meine Heimat nennen und spätestens dann werde ich wohl endgültig zur Städterin werden – wie man mir sagte, ist es dort immer noch so cool wie es im Glockenbach vor 10 Jahren war.

Was sind deine ultimativen München-Tipps?

  • die Hofflohmärkte – der gemütlichste und interessanteste Weg, München und seine Stadtteile mit all ihren Facetten kennenzulernen.
  • der Augustinerbiergarten – klassisch, aber an heißen Sommertagen immer noch der kühlste Ort in ganz München
  • einfach mal die Tram nehmen und kreuz und quer durch die Stadt fahren
  • der Botanische Garten – die riesigen Buchen sind zu jeder Jahreszeit ein prachtvoller Anblick

Welchen Twitterer sollte man als München Liebhaber/in deiner Meinung nach unbedingt folgen? Warum?
Ganz ehrlich? Ich hab keine Ahnung. Das tolle an @MunichLovesU ist ja, dass sich dort die unterschiedlichsten Twitterer zusammengefunden haben – Leute, denen man sonst nicht über den Weg gelaufen wäre und die mit völlig anderen „Ansichten“ um die Ecke kamen. Ab März wird’s wohl schwierig…

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43. Woche – Carline und Michael: @mohrenpost und @praetorius

Foto: @praetorius

Foto: @praetorius

Wer seid ihr und was macht ihr?

Carline Mohr (@mohrenpost), Journalistin & Geschichtenerzählerin, bloggt unter mohrenpost.de

Michael Praetorius (@praetorius): Publizist, Medienberater. Geschäftsführer bei NOEO, Herausgeber der @isarrunde und @spreerunde. Früher viel im Radio auf Antenne Bayern, heute seltener – aber hin und wieder.

Was verbindet dich mit München? Bist du Münchner Kindl oder Zuagroaster?

Carline: Zuagroast ausm Rheinland. Halt gemacht in München, Lokalverbot im Netzer und Overrath. Kann immer noch nicht flüssig „Oachkatzlschwoaf“ sagen. Inzwischen von Bogenhausen nach Neukölln gezogen.

Michael: Geboren in der Maistrasse, getauft im Alten Peter, Kindergarten in der Müllerstrasse, erstes Kindersparbuch in der Bank in der Müllerstrasse (Damals Bayerische Hypotheken und Wechselbank, heute die Bar „Die Bank“), lebe heute in Berlin und München.

Welchen Stadtteil magst du am Liebsten und warum?

Carline: Ich mag die Friedlichkeit von Haidhausen und den Eisbach im Englischen Garten.

Michael: Das Lehel mit seinem wunderbaren „Zrenner Tante Emma Laden“, Neuhausen und das Glockenbachviertel (Michaels Kindheit),

Was sind deine ultimativen München-Tipps?

Carline:

  • Der Friedensengel im Sommer. Hier kann auf die Stadt schauen und ein kühles Bier trinken. Und irgendwann kommt immer ein hübscher Student mit Gitarre und spielt Musik dazu. Traumhaft.
  • Der Eisbach im Englischen Garten. Reinspringen, treiben lassen, abkühlen. Immer und immer wieder.
  • Das Johannis-Café am Johannisplatz. Geht immer. Vor allem für erste Dates (und die Schlussmach-Gespräche):
  • Das Kloster in der Preysingstraße. Besonders im Sommer zwischen blühenden Bäumen, Kopfsteinpflaster und bayerischer Gemütlichkeit.

Michael:

  • Ein Spaziergang durch den alten Südfriedhof
  • Im Sommer früh morgens mit dem Rad durch die Isarauen von Giesing bis Freimann radeln
  • Bei Sonnenaufgang Sporteln über den Dächern der Frauenkirche (gegenüber Hirmer bei Fitness First auf dem Dach)
  • Schinkennudeln im München72
  • Mit der 19er einmal durch die Innenstadt

Welchen Twitterer sollte man als München Liebhaber/in deiner Meinung nach unbedingt folgen? Warum?

Carline:
@inschka (unverschämt, witzig, hübsch)
@DerWachsame (Twitterkunst im Sekundentakt)

Michael:
@niederlassung für die Bestellung des wunderbaren Schokokuchens via Twitter in der Stammlocation der Münchner @isarrunde

42. Woche – Philipp @ToHeSeLue

Foto: @toheselue

Foto: @toheselue

Wer bist Du und was machst du?
Im Netz kennt man mich als „ToHeSe Lü“, was oft für Verwirrung sorgt – vor allem in der Aussprache 🙂 Die Abkürzung steht für „Torben Henrik Sebastian Lüssen“, was allerdings nicht mein richtiger Name, sondern eine Art „Künstlername“ ist.
Richtig heisse ich nämlich Philipp, und ich bin Schauspieler, Kommunikations- und Rhetoriktrainer und mache, wie viele „was mit (sozialen) Medien“.
Als freiberuflicher Künstler war und bin ich viel in der Bundesrepublik unterwegs, habe viele Stunden im Tourneebus verbracht, und deutlich mehr Stunden auf der „Datenautobahn“. Das Internet ist durch die sozialen Netzwerke fast schon wie mein
zweites Zuhause geworden. Als „ToHeSe Lü“ kann ich im Netz sehr eindeutig vermitteln, was ich denke. Im realen Leben bremst man sich dann doch zu sehr in seinen Äusserungen. Daher war Twitter für mich die perfekte Entdeckung! Hier kann ich mich und meine Gedanken ausleben, ohne dabei jemanden wirklich vor den Kopf zu stoßen. Desweiteren bin ich Podcaster und betreibe einen eigenen Youtube-Kanal, in denen – ähnlich wie bei Twitter – kein Konzept erkennbar ist.
Das Web 2.0 bietet einem die Möglichkeit, sich immer wieder neu zu erfinden; etwas, das mir als Künstler hilft, mich jenseits von Bühne oder Kamera weiterzuentwickeln.

Was verbindet dich mit München? Bist du Münchner Kindl oder Zuagroaster?
Als gebürtiger Landshuter (Niederbayern) kenn ich München schon seit meiner Kindheit recht gut, denn nahezu jeden Sonntag musste/durfte ich mit meinen Eltern in die Großstadt fahren und irgendwelche Museen oder Parks abklappern.
Die Klassenausflüge nach München waren da schon deutlich interessanter: einmal im Jahr sind wir mit der Schule per DB in die oberbayrische Hauptstadt eingefallen, haben das Pflichtprogramm (Theater, Museum) hinter uns gebracht und sind anschließend wie die Irren in den h&m und das ehemalige „W.O.M.“ (Word of Music) gestürzt und haben die Läden leergekauft.
2003 zog ich nach dem Zivildienst hierher, in die erste meiner bis dato sieben WGs, und habe meine Schauspielausbildung absolviert. Seit 2003 fühle ich mich als „echter Münchner“ und kann mir gar nicht mehr vorstellen, wo anders zu leben. Ausser vielleicht New York. Oder Sidney. Oder Passau. Quatsch 🙂
Mittlerweile lebt auch meine Schwester samt Hund in München, und zusammen mit meinem Freund und seiner Familie ist die Stadt mein Lebensmittelpunkt geworden. Meine Eltern besuchen uns regelmäßig (von Landshut aus ist es ja nicht so weit), und ich gehe davon aus, dass sie spätestens in ein paar Jahren auch den Schritt gen München wagen werden 🙂

Welchen Stadtteil magst du am Liebsten und warum?

Foto: @toheselue

Foto: @toheselue

Schwierige Frage, denn in den knapp neun Jahren habe ich mich quer durch München gewohnt: Westend, Laim, Pasing, Giesing und nun seit fast zwei Jahren in der Ludwigsvorstadt an der Grenze zur Isarvorstadt (am Goetheplatz; ich ärgere mich täglich darüber, dass ich nur an der Grenze zur Isarvorstadt wohne. Ludwigsvorstadt klingt irgendwie beliebig. „Isarvorstadt“ hat gleich sowas Mondänes!). Toll war die Gegend rund um den Ostfriedhof, denn dort habe ich entdeckt, dass sich Friedhöfe teilweise besser als Parks zum Joggen eignen und eine Ruhe verbreiten, die absolut entspannt. Wenn ich mich aber entscheiden müsste, würde ich sagen, dass die Isarvorstadt und die Gegend rund ums Glockenbachviertel „mein München“ ist.

Was sind deine ultimativen München-Tipps?
Das Sendlinger Tor ist das Zentrum „meines“ Münchens. Von hier aus erreicht man eigentlich alles zu Fuß: den Marienplatz, Odeonsplatz, das wundervolle Glockenbachviertel, die Isar, den Hauptbahnhof. Und von meinem derzeitigen Wohnort „Goetheplatz“ aus ist sogar Schwabing / die Münchner Freiheit nicht weit. Man braucht nur die Lindwurmstraße Richtung Sendlinger Tor laufen, die Sendlinger Straße bis Marienplatz, von dort zum Odensplatz, die Ludwigstraße an der Uni vorbei… und schon ist man in Schwabing und an der Münchner Freiheit. Knapp 35 Minuten auf den angewachsenen Verkehrsmitteln, und dabei hat man auch noch die schönsten Gebäude Münchens bestaunt. Allein die Unigegend ist an lauen Sommernächten einen Ausflug wert. Diese prachtvollen Bauten, die breiten Straßen bis zum Siegestor jagen mir immer wieder einen wohligen Schauer über den Rücken. Hier hat man Platz zum Atmen. Schlendert man weiter Richtung Schwabing, merkt man plötzlich, wie sich München verwandelt. Alles wird etwas „alternativer“, wuseliger. Eine Kneipe reiht sich an die andere, und den Höhepunkt erreicht diese Atmosphäre an der Münchner Freiheit in der Feilitzstraße (Stichwort „Bombe“…diese hat das Stadtbild vor ein paar Monaten natürlich verändert). Die Münchner Freiheit vermittelt ein ganz anderes Feeling als beispielsweise die Ecke Glockenbachviertel. Vielleicht ist es der Flair des ehemaligen Künstlerviertels, der immer noch durch die kleinen Straßen wabert (mit einer doch sehr hohen Theaterdichte: Heppel&Ettlich, TamS, Lustspielhaus, Vereinsheim), vielleicht liegt es aber auch am Englischen Garten, der von hier aus gut zu erreichen ist, die „grüne Lunge“ Münchens. Für mich ist der Park etwas zu klinisch und steril angelegt, da halte ich mich lieber an der Isar auf. Mit meiner Stammstrecke U3/U6 (derzeit dauernd mit Verzögerungen im Fahrplan) also zurück zum Sendlinger Tor, ausgestiegen und in Fahrtrichtung links ins Glockenbachviertel abbiegen, die Müllerstraße runter, rechts in die Fraunhoferstraße entlang, und schon liegt sie da, die Isar. Meine Lieblingsplätze zum Entspannen liegen zwischen der Wittelsbacherbrücke und der Reichenbachbrücke. Sollte es regnen, lohnt sich auch ein Abstecher ins Müllersche Volksbad, das am besten Montag oder Donnerstag vormittag besucht werden sollte (aus Gründen). Und wem es nach Abwechslung der etwas anderen Art verlangt, der sollte an einem Frühlingsvormittag in den Zoo. Mein Tipp hier: die Murmeltiere beobachten. Das könnte ich stundenlang. Sollte es wie aus Kübeln schütten, schnell mit der UBahn zurück zum Sendlinger Tor, die Sonnenstraße Richtung Stachus laufen und sich im Innenhof der City Kinos in der Filmwirtschaft bei einem Kakao aufwärmen und in den wunderbaren Independent-Kinos Kleinode der Filmwelt genießen. Im Winter gibt es übrigens vor Ort Glühwein, dann wird der Kinoabend besonders lustig 😉

Welchen Twitterer sollte man als München Liebhaber/in deiner Meinung nach unbedingt folgen? Warum?
Natürlich an allererster Stelle meinem geliebten @playdead2010, der als waschechter Münchner bestimmt viel zu erzählen und zu zeigen hat, wenn man ihn nur mal dazu ermutigt .-)
Und nicht zu vergessen @annikrubens, die mit ihrem Podcast „Schlaflos in München“ (und diversen anderen Projekten) prädestiniert für @munichlovesu wäre!

41. Woche – Martin @thesundancekydd

Martin @thesundancekydd

Martin @thesundancekydd

Wer bist du und was machst du?
Schlicht und einfach Martin. Wenn dieFrage aber gemeint ist im Sinne von „Was macht dich aus?“, dann wird das etwas komplizierter. Bin der Sohn eines Amerikaners, großer Bruder, Weltreisender, Münchner, lege mein iPhone quasi niemals aus der Hand, sehe gerne Filme und noch so viel mehr. Damit kommen wir schon zum zweiten Teil der Frage. Beruflich bin ich der Social Media Dingsbums vom ADAC, Dozent an der Deutschen Pop und Partner der Yellow Brain Agentur. Privat treibe ich mich gerne auf Flughäfen und in Cafes und Bars herum. Das sollte wohl reichen, um einen ersten Eindruck zu gewinnen.

Was verbindet dich mit München? Bist du Münchner Kindl oder Zuagroaster?
Mit München verbindet mich Heimat. Ich bin hier geboren (groß geworden aber im Landkreis Mühldorf). Keine Stadt der Welt hält meiner Liebe zu Minga stand. Ich bin der klassiche „Bei uns ist das aber besser“ Tourist. Bayerische Folklore auf der einen Seite und morderne Weltstadt auf der anderen. Und zwischendrin die Nackerten. Diesen Mix schafft nur München.

Martin @thesundancekydd

Martin @thesundancekydd

Welchen Stadtteil magst du am Liebsten und warum?
Eine schwere Frage. Jeder Stadtteil hat seinen Charme, aber am liebsten bin ich in Haidhausen. Das ist München pur für mich. Die Fassaden, die Gässchen, die Plätze, die Straßencafes, die Biergärten und die Geschichte. Wenn ich Freunde aus dem Ausland in München herum führe, beginnen wir immer am Wiener Platz. Der Platz fasst München zusammen: Der Maibaum, dasgeschichtsträchtige Wirtshaus mit Biergarten,  ein Markt mit Brunnen, eine Kathedrale, Fassaden mit Luftmalerei, die Tram, ein Cafe, ein Fleckchen Grün und natürlich das kleine Bauernhäuschen.

Was sind deine ultimativen München-Tipps?
Ultimativ nicht.. Das würde ja all die anderen schönen Dinge minderwertig erscheinen lassen. Mein Tipp ist: ALLES mitmachen. Vom Geldbeutelwaschen zu Fasching, dem Kocherlball und der Wiesn bis hin zum Weißwurstzuzeln, Granteln, einen auf Schickimicki machen und sich am Flaucher zu sonnen.

Welcher Twitterer sollte deiner Meinung nach unbedingt bei Munich Loves U mitmachen und warum?
Kaifischer. Ein Zuagroaster. Aber schon richtig eingelebt.

Spendenaufruf: MunichLovesU hilft – du auch?

Foto: Refugio München

Foto: Refugio München

Wir machen mit, beim #Blogchor von betterplace.org. Die Idee: Blogger trommeln für eine bestimmte Spendenaktion und legen ein Ziel dafür fest. Ist das Ziel erreicht, beispielsweise ein bestimmter Betrag, singen die Blogger ein Weihnachtslied.

Wir haben uns mit der Kunsttherapie für traumatisierte Flüchtlingskinder von Refugio München für ein hiesiges Projekt entschieden:

„Die Kunsttherapie ist ein therapeutisches Verfahren, das Zeichnen, Malen und gestalterisches Arbeiten als zentrale Ausdrucksform verwendet. Im Vordergrund dieser Methode steht die nonverbale Interaktion. Für die Arbeit mit Flüchtlingskindern erweist sich die Kunsttherapie als besonders hilfreiche Methode: Zum einen ermöglicht sie einen schnellen Zugang zu den Kindern, da Sprachbarrieren durch die nonverbale Kommunikation überwunden werden können. Zum anderen ist es für Kinder einfacher ihre schrecklichen Erlebnisse in Bildern und Objekten auszudrücken als durch die Sprache. (…)“

Unser Ziel: Im Idealfall den gesamten Betrag sammeln, aber wir singen bereits ab 1.000 Euro für euch! Seid ihr dabei?

Wer sich einen ersten Eindruck von den Bildern und der Arbeit machen will kann das hier:

  • Ausstellung „Fliegen Lernen“, Pädagogisches Institut, Referat für Bildung und Sport, Herrnstr. 19, läuft noch bis 8. Januar 2013
  • 6. Dezember 2012: Ausstellung in der Galerie KUSL, Schweigerstr. 6, mit Kunstwerken von Flüchtlingskindern und bemalten Keramikschüssel
  • STATUS – Fotografien und Portraits von jungen Flüchtlingen, Weltsalon auf dem Tollwood

Wer Fragen zur Spendenaktion hat, kann sich direkt an uns wenden: munichlovesu (at) gmail (dot) com.

40. Woche – Tanja Gabler @TanjaGabler

Foto: Raimund Verspohl

Foto: Raimund Verspohl

Wer bist du und was machst du?
Ich bin Tanja Gabler und leite die Onlineredaktion der INTERNET WORLD Business. Bis Ende Dezember genieße ich noch den Luxus der Elternzeit und kann endlich mal zur Hausfrauenzeit durch die leeren Pinakotheken bummeln, den Blättern beim Herabfallen zusehen und im Café Torten essen. Ich fahre für mein Leben gerne weg und komme gerne heim nach München. Weil der Münchner mit seiner Heimatliebe ein heimlicher Kosmopolit ist. Vor allem kulinarisch traut er sich was und kombiniert Weißwürste mit Sushi im NoMiYa) sowie Würstel mit Dimsum im Fei Sho.

Was verbindet dich mit München? Bist du Münchner Kindl oder Zuagroaster?

Münchner Kindl. Wie mein Vater und mein Sohn. Mein Freund hat das Pech, trotz Wohnort seiner Familie in München in einer – damals sehr fortschrittlichen – Klinik jenseits der Stadtgrenze auf die Welt gekommen zu sein. Damit muss er leben.

Foto: Raimund Verspohl

Foto: Raimund Verspohl

Welchen Stadtteil magst du am Liebsten und warum?
Den Münchner Westen mit Laim, Nymphenburg und dem Westend. Als ich vor 14 Jahren nach Laim gezogen bin, war ich von dem Viertel nicht so angetan, inzwischen ist mir die Gegend ans Herz gewachsen. Wegen des Nymphenburger Schlossparks, der in jeder Jahreszeit wundervoll ist. Wegen des Hirschgartens, in dem rum ums Gehege kein Gras mehr wächst, weil die Kinder damit die Rehe füttern, genau wie ich damals. Wegen des Bauernmarkts am Freitag hinter der Fürstenrieder Schule, bei dem ich geräucherten Stör aus bayerischer Aquakultur finde und ausgefuchste Gemüsesorten wie Topinambur. Weil ich im Viertel noch in kleinen Geschäften einkaufen kann und daher weiß, dass der Paketbote mit der Inhaberin der Reinigung befreundet ist. Und weil ich ganz ohne Transrapid in zehn Minuten am Hauptbahnhof bin. Und von dort aus in den anderen wunderbaren Vierteln der Stadt.

Was sind deine ultimativen München-Tipps?
Die Tipps wechseln nach Jahreszeit und Wetterlage. Im Sommer: Eis bei Ballabeni gegenüber dem Museum Brandhorst. Im Herbst: Blättergucken in den Parks. Im Winter: Eisstockschießen auf dem Nymphenburger Kanal. Im Frühling die Kirsch- und Magnolienbäume in meiner Straße. Bei Hochwasser: Den Isarsurfern zusehen, wie sie im braunen Wasser den Baumstämmen ausweichen. Bei jedem Wetter: Die Pinakotheken, uighurische Nudeln im Taklamakan und die Kuchen aus dem Victorian Teahouse.

Welchen Twitterer sollte man als München Liebhaber/in deiner Meinung nach unbedingt folgen? Warum?
Sue Reindke @HappySchnitzel für ihre Alltagspoesie, auch wenn sie von Zeit zu Zeit nach Berlin zieht.