48. Woche – Michael Waning @MinorConcerns

28. Januar bis 3. Februar 2013

 

Foto: Michael Waning

Foto: Michael Waning

Wer bist Du und was machst Du?

Ich bin Michael Waning, 26, Berater für Technologie-Kommunikation bei Hotwire PR, im Team der ice:lingen IT-Konferenz und Mitbegründer des Barcamp Ems. Immer bin ich überzeugter Hobbyoptimist, meistens zu viel im Netz unterwegs und gelegentlich Spielegeek (nicht bei ‚Mensch ärgere dich nicht‘ aber zum Beispiel bei Munchkin).

Was verbindet dich mit München? Bist du Münchner Kindl oder Zuagroaster?

Geboren wurde ich in Westfalen, studiert habe ich in Niedersachsen und damit kann ich so weit im Süden schon fast behaupten, ein Nordlicht zu sein. Tatsächlich zog es mich eher zur Perle an der Elbe als in die Gefilde jenseits des Weißwurstäquators, aber dann lockte der Job. Ich bin erst seit März 2012 in der Stadt, doch selbst einen überzeugten Bayernskeptiker ködert München mit Charme und Genusskultur, einen Westfalen dann spätestens mit dem Wetter. Jetzt genieße ich Semmeln, Fleischpflanzerl und Helles in der Sonne statt Brötchen, Frikadellen und Pils im Regen.

Welchen Stadtteil magst du am Liebsten und warum?

Ich mag Kneipen und Straßenzüge mit etwas alternativem Anstrich, daher habe ich mich schnell mit dem Glockenbachviertel in der Isarvorstadt und dem Univiertel in Schwabing angefreundet. In München sucht man Kiezkultur vergeblich, schließlich will hier niemand „arm aber sexy“ sein, aber in diesen beiden Vierteln kommt man auch abseits von Bayern-Klischees und der Schickeria auf seine Kosten.

Foto: Michael Waning

Foto: Michael Waning

Was sind deine ultimativen München-Tipps?

Bei Besuch: Spätes Frühstück im München 72 für historisch-olympische Atmosphäre, dann Kunstmarathon durch die Alte Pinakothek, zur Entspannung Maßkrug-Heben im Biergarten des Hofbräukellers mit anschließendem Auslauf an der Isar und zur Kür die besten Cocktails der Stadt im Mr. Mumbles. Alles funktioniert einzeln ebenfalls sehr gut.

Welchen Twitterern sollte man als München Liebhaber/in deiner Meinung nach unbedingt folgen? Warum?

Uneingeschränkt: @isartom, jetzt auch mit regelmäßigen Google Hangouts zu allen möglichen spannenden Themen in der Stadt. Und ansonsten kann ich nur empfehlen, durch den Katalog der @MunichLovesU-Twitterer zu blättern – die Auswahl ist ja inzwischen riesig.

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47. Woche – Christian Faltin @cfaltin

21. bis 27. Januar 2013

Wer bis Du, was machst Du?

Foto: Christian Falting

Foto: Christian Falting

Christian Faltin (@cfaltin): Ich mache was mit Internet und Medien. Bin ein Sometimes Sharer und Inhaber der Kommunikationsberatung cocodibu, PRler, Publizist (unter www.cocodibu/blog), lange Jahre Journalist gewesen, Mitglied im Social Media Club München, Beirat im Isarnetz und noch ein paar anderen Sachen mehr. Ich überschreite demnächst die Grenze der werberelevanten Zielgruppe als Digital Oldie.

Was verbindet dich mit München? Bist du Münchner Kindl oder Zuagroaster?

Das Münchner Kindl ist eigentlich ein Mönch, und das bin ich nicht. Aber ein waschechter Münchner mit Kurzzeit-Ausflug in die Peripherie (mehrjähriges Exil in Karlsfeld). Habe auch in München studiert. Immer dann, wenn ich der beruflichen Weiterentwicklung wegen aus München weg wollte/sollte, hat sich wie durch Zauberhand eine neue Möglichkeit hier aufgetan. Jetzt bin ich selbständig und muss (hoffentlich) nicht mehr weg.

Welchen Stadtteil magst du am Liebsten und warum?

Ich habe in sehr vielen Stadtteilen schon mal gearbeitet oder gelebt. Zu Studentenzeiten hat es mir im Lehel sehr gut gefallen, da waren es zu Fuss zur Uni nur zehn Minuten durch den Englischen Garten (wenn man das geschafft hat und nicht am Eisbach hängegeblieben ist). Heute lebe ich in der Lerchenau, ein bißchen nördlich vom Olympiapark, im Grünen und bin trotzdem mit dem Rad in 25 Minuten in der Innenstadt. Unser Büro ist nah am Kurfürstenplatz, auch eine sehr schöne Ecke, die alles bietet.

Wo ich nie wieder hinziehen würde: am Westkreuz (westlich von Pasing) – grauslige Ecke.

Was sind deine ultimativen München-Tipps?

Morgens Schwimmen im Dantebad: Winters wie Sommers ein perfekter Einstieg in den Tag. Eine lange 50 m-Bahn und immer warmes Wasser. Danach durch den Olympiapark an die Münchner Freiheit radeln.

Vormittags einen Spaziergang über den Elisabethmarkt (nette, kleine Geschäfte mit leckeren Angeboten) oder vom Wittelsbacher Platz über die Fünf Höfe und den Alten Hof zum Viktualienmarkt schlendern.

Mittags: Eine Brotzeit im Taxisgarten (Nymphenburg) mit dem SZ-Magazin im Gepäck

Nachmittags: Tennisspielen in der Hirschau

Abends ins Lustspielhaus oder in die Lach&Schieß

Am Wochenende in die Berge, an die Seen oder in die Stadien. Mein Loipentipp für Januar/Februar: Vom Kloster Reutberg (Sachsenkam) nach Bad Tölz – die schönste münchennahe Loipe.

Welchen Twitterer sollte man als München Liebhaber/in deiner Meinung nach unbedingt folgen? Warum?

Christian Jakubetz (@cjakubetz), der so herrlich mit den Löwen mitleidet, und @christian_ude, der noch ein paar Follower mehr braucht.

Und natürlich noch zwei Dorissen: Doris Schuppe (alias @doschu) und @doriseichmeier, die sich beide für den @smcmuc stark engagieren.

Dem @isarnetz, dem offiziellen Account der Münchner Webwoche, und den Medientagen München (@medientage_de).

Ansonsten folge ich nicht mal meiner Frau.

46. Woche – Katharina Eichler @c_by_kitty

Foto: Katharina Eichler.

Foto: Katharina Eichler.

Wer bist Du und was machst du?
Mein Name ist Katharina Eichler. Ich bin gerade noch nicht dreißig, fühle mich aber ziemlich oft wie gerade noch nicht dreizehn. Mein täglich Brot verdiene ich im Lektorat des Verlags Edition Michael Fischer, wo ich Bücher über Kreatives Gestalten, Malen, Zeichnen und Handarbeiten betreue. Damit ich überprüfen kann, ob das auch alles seine Richtigkeit hat, was die Autoren da so schreiben, stapeln sich bei mir Zuhause Stricknadeln, Wolle, Acryl und Leinwand. Mein Mann schlägt regelmäßig die Hände über dem Kopf zusammen. aber was tut man nicht alles für die Arbeit? In meiner Freizeit, wenn ich sie nicht mit Handarbeiten verbringe, versuche ich so oft es geht zu laufen und mich mit Freunden zu treffen.
Was verbindet dich mit München? Bist du Münchner Kindl oder Zuagroaster?
München ist für mich die großartigstes Stadt überhaupt. Ursprünglich stamme ich aus einem Ort nahe Saarbrücken, bin aber seit meinem 4. Lebensjahr in München und damit eingebürgert. Obwohl ich versucht habe, woanders hinzuziehen, hat es mich immer wieder nach München geführt; jetzt will ich bleiben. Besonders liebe ich den Dorfcharakter; man trifft ständig jemanden, den man kennt, die Wege sind überschaubar und an Freizeitvergnügen mangelt es trotzdem nicht.
Welchen Stadtteil magst du am Liebsten und warum?
Mein Herz schlägt für die Maxvorstadt. Ich bin hier schon zur Schule gegangen (gewohnt habe ich mit meinen Eltern am Kieferngarten) und kenne die Straßen wie meine Westentasche. Während der Unizeit konnte ich dann endlich selbst hier wohnen. Auch mein Mann wohnt seit 20 Jahren im Quarée, daher kam für uns als gemeinsame Wohnung auch nur hier etwas in Frage. Ich träume zwar von einem kleinen Haus in Feldmoching, aber das liegt noch in weiter Ferne… So lange es das noch nicht gibt, streite ich mich gerne mit jedem, der behauptet, die Schellingstraße würde in Schwabing liegen (wen es interessiert, die Grenze zu Schwabing verläuft in der Georgenstraße).
Was sind deine ultimativen München-Tipps?
Im Winter definitiv der Nymphenburger Kanal. Sobald der zugefroren ist, kann man dort Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen, und es ist immer was los.
Ich habe ein Faible für Friedhöfe, daher sind in den wärmeren Jahreszeiten der Alte Nördliche Friedhof und der Westfriedhof zwei meiner Lieblingsorte. Besonders die Sektion mit den berühmten Persönlichkeiten finde ich dabei spannend.
Etwas weniger „makaber“ ist da noch die Möglichkeit, ständig in München und der Umgebung auf kleine Kreativ- und Handmade-Märkte zu gehen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen Freude daran haben, etwas selbst zu schaffen. Das weckt in mir das Bedürfnis, das auch zu tun, aber naja, die Zeit…
Welchen Twitterer sollte man als München Liebhaber/in deiner Meinung nach unbedingt folgen? Warum?
Leider folge ich ziemlich wenigen Münchnern (hauptsächlich den Einzelaccounts der MunichLovesYou-Twitterer), aber auf jeden Fall ein kulinarischer Gewinn ist @meersuppe Sebastian Dickhaut, ein fantastischer Koch, der viele erfolgreiche Bücher für GU verfasst hat.
 

45. Woche – Nina Eichinger @NinaEichinger

Foto: Nina Eichinger

Foto: Nina Eichinger

Wer bist Du und was machst du?
Ich bin Nina Eichinger, alleinerziehende Mutter von drei Kindern. Der Teil der Frage war ja noch einfach. Was machst Du? Da wird es nun schwierig, da ich so vieles mache. Ich bin seit mittlerweile 20 Jahren in der IT-Branche unterwegs und arbeite seit nunmehr fast fünf Jahren für das Online-Netzwerkmagazin Tom’s Networking Guide – seit einem Jahr als Chefredakteurin. Daneben habe ich noch meine eigene Firma, mit der ich unter anderem das Portal oktoberfest-tv.de betreue, das bereits seit 13 Jahren Live-Streaming vom bekanntesten Volksfest der Welt anbietet. Außerdem bin ich Vorstandsmitglied im Regionalkreis Süd der TELI, Journalistenvereinigung für technisch-wissenschaftliche Publizistik, und organisiere zusammen mit meinen Vorstandskollegen die monatliche Vortragsserie aus Wissenschaft und Technik. Privat stricke ich viel, lese, soweit es meine Zeit noch zulässt und habe jahrelang mit einer Community Harry-Potter-Bücher ins Deutsche übersetzt. Ach und natürlich nicht zu vergessen: Da sind ja noch drei Jungs, die mal mehr, mal weniger Aufmerksamkeit brauchen. Der Älteste wird in meiner Woche volljährig und studiert seit Oktober in Augsburg, die beiden kleineren, Zwillinge, sind jetzt 11 und seit diesem Schuljahr am Gymnasium – völlig neue Welt.

Was verbindet dich mit München? Bist du Münchner Kindl oder Zuagroaster?

Ich bin in München geboren und habe bis heute noch nie woanders gelebt und möchte es auch nicht. Innerhalb der Stadt habe ich aber schon eine ziemliche Rundreise hinter mir. Aufgewachsen im südlichen Hasenbergl, Internat in Bogenhausen (auf eigenen Wunsch), kurzer Abstecher nach Nymphenburg, dann ein paar Jahre direkt am Isartor. Von da bin ich nach Neuhausen umgezogen, direkt an die Landshuter Allee. Nach weiteren Abstechern über Fürstenried und Trudering bin ich nun wieder am Hasenbergl angekommen und kann aus meinem Bürofenster auf den Hauseingang kucken, in dem ich aufgewachsen bin und habe viele Leute um mich, die mich schon als Kind kannten, manchmal anstrengend.

Welchen Stadtteil magst du am Liebsten und warum?

DEN Stadtteil gibt es für mich nicht. Ich habe bisher in jedem Stadtteil meine Plätze gefunden, die mir gefielen. Hier am Hasenbergl ist es der kleine Park rund um den ABIX oder auch das Eiscafe im MIRA. Das sich Feldmoching-Hasenbergl in den letzten Jahren durch den Neubau auf der Panzerwiese (Nordheide) stark verändert hat und sich nach wie vor verändert, werde ich meine Woche nutzen und das Viertel wieder zu Fuß und mit der Kamera erkunden.

Was sind deine ultimativen München-Tipps?
Das Glockenspiel im Rathaus um 21 Uhr. Das sollte man mindestens einmal gesehen haben. Da wird das Münchner Kindl vom Nachtwächter und dem Friedensengel ins Bett geleitet.
Auch ein Besuch einer der Dulten auf dem Mariahilfplatz gehört für mich dazu. Seit letztem Jahr ist mit dem großen Carillion, dem zweitgrößten spielbaren in Deutschland, eine weitere Attraktion dazugekommen.

Einer meiner Lieblingsplätze im Sommer ist der Spielplatz am Sendlinger Tor Platz im Park hinter der Kirche.

Welchen Twitterer sollte man als München Liebhaber/in deiner Meinung nach unbedingt folgen? Warum?
Da gibt es so viele … Die einfachste Antwort wäre: Folgt der Liste der @MunichLovesU-Curatoren.
Wen ich immer wieder gerne lese: @gutjahr Der Nachrichten-Mann des Rundschau Nacht und begeisterten Onliner. Mit ihm lernt man auch weltweit viele Starbucks-Filialen kennen ;).
@mucXmaeuschen und @kosmolink für ihre Lebendigkeit.
@Lutz_ek den strickenden Mann in meiner Timeline.
@Nachrichten_muc für all die Infos rund um München.